Husky (Siberian)

 

Größe: Rüde 53,5-60cm, Hündin 50,5-56cm

Gewicht: Rüde: 20,5-28kg, Hündin: 15,5-23kg

Fell: dicht, doppelt, pelzartig

Farbe: alle Farben und Musterungen erlaubt

häufige Krankheiten: selten HD, Katarakt

Lebenserwartung: 11-13 Jahre

FCI Gruppe 5, Sektion 1: nordische Schlittenhunde

 

 

Geschichte

Der Siberian Husky ist ein Schlittenhund, der ursprünglich aus dem nördlichen Siberien stammt. Hier begleitet er schon seit über 1000 Jahren Nomaden, vor allem die Tschuktschen, als Schlittenhund. In der Zucht wurde dabei vor allem auf sehr große Ausdauer und Robustheit der Hunde Wert gelegt, erst zweitrangig auf Schnelligkeit und Kraft. Sein Name „Husky“ bedeutet übersetzt „kräftig“, „stämmig“, aber auch „rau“/“rauchig“, auf die Stimme bezogen.

Außerhalb von Sibirien wurde die Rasse Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt, als sie erstmals (und sehr erfolgreich) an Schlittenhunderennen in Alaska teilnahm. Dort wurden dann in den Folgejahren die ersten Zuchten außerhalb Sibiriens aufgebaut.

 

Verhalten und Wesen

Die Tschuktschen, unter denen sich der Husky über Jahrtausende hinweg entwickelte, sehen ihre Hunde mehr als Gebrauchstiere, weniger als Familienmitglied. Sehr wichtig war den Tschuktschen allerdings ein möglichst menschenfreundlichen Wesen, ohne Aggressionen und allgemein fügsam. Enge Zusammenarbeit war dagegen nicht gefragt. So ist der Siberian Husky bis heute relativ eigenständig Menschen gegenüber und kann auch gut im Freien im Hunderudel gehalten werden. Fremden Menschen begegnet er freundlich bis desinteressiert, als Wachhund sind die meisten Siberian Huskies völlig ungeeignet.
Huskies haben einen ausgesprochen starken Jagdtrieb und in der Regel auch kein Problem damit, sich für längere Zeit außer Sichtweite ihres Menschen zu befinden, wenn sie Wild verfolgen. Durch ihren sehr guten Orientierungssinn und die gute Nase finden sie immer wieder zurück. Da jagende Hunde in Deutschland nicht toleriert werden (was auch kaum im Sinne des Wildes wäre), kann man die meisten Siberian Huskies in wildreicher Gegend nicht ableinen.

Siberian Huskies bellen fast nie, dafür heulen sie. Sie sind neugierig, aufgeschlossen und grundsätzlich interessiert an ihrer Umwelt. Bei ungenügender Auslastung werden sie zu wahren Ausbruchskünstlern und suchen sich selbst Beschäftigung. Huskies stecken voller Energie und haben meist gute Laune. Allerdings halten sie wenig von absolutem Gehorsam und sind überhaupt nicht unterwürfig. Ihre Eigenständigkeit sollte man als Husky-Halter zu schätzen wissen.

Es gibt beim Siberian Husky zwei Zuchtlinien, zum einen die Arbeitslinie, zum anderen die Show-Linie. Erstere wird hauptsächlich auf Leistung gezüchtet und ist als reiner Familienhund nicht geeignet.

 

 

Haltung und Pflege

Huskies haben allgemein ein freundliches, aufgeschlossenes Wesen, sowohl Menschen, als auch anderen Hunden gegenüber. So sind sie gut in der Familie zu halten, und meist gute Zweithunde. Mit Kindern verstehen sie sich in der Regel ebenfalls, können als Junghunde aber sehr stürmisch sein.

Huskies lassen sich in der Wohnung halten, ziehen einen (ausbruchssicheren!) Garten aber häufig vor. Möchte man seinen Siberian Husky dauerhaft im Freien halten, sollte man mindestens zwei Hunde halten. Einzelhaltung ohne Familienanschluss, behagt den meisten Siberian Huskies überhaupt nicht. Auch bleiben die meisten Huskies (ohne Zweithund) nur ausgesprochen ungern alleine, was sich in dauerhaftem Heulen oder auch Zerstörungswut äußert.

 

Zum Seitenanfang